Hochsensibleschlule - Ganzheitliche Psychotherapie in Mannheim

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Schulangst, Schulversager, hochsensibel?

Hochsensibilität ist keine Krankheit, sondern eine Gabe, ein Persönlichkeitsmerkmal, eine besondere Veranlangung des Nervensystems. Im Unterricht fallen hochsensible Kinder selten durch schwerwiegende Verhaltensauffälligkeiten auf. Sie sind normalerweise sehr angepasst, umsichtig, nehmen Rücksicht auf andere und sind sehr mitfühlend.

Feste Strukturen helfen den Kindern, Ordnung in ihren Köpfen zu schaffen und sich auf einzelne Schritte zu konzentrieren. Feste Tagesabläufe in gewohnter Umgebung und der Umgang mit bekannten Personen, geben hochsensiblen Kindern Sicherheit. Dabei beobachten sie lieber als sich zu integrieren und machen sich über Gott und die Welt ihre Gedanken. Zugleich wollen sie die Erwartungen der Lehrer und Eltern erfüllen und alles gut und perfekt machen. Dies kann einen großen Druck erzeugen und sehr an den Kräften zehren. Nicht selten kommen Hochsensible ausgelaugt von der Schule nach Hause und können in der Nacht nicht richtig schlafen, weil sie sich Sorgen wegen des nächsten Tages machen. Viele werden dabei schüchtern, zurückhaltend und sagen nicht viel, aus Angst das Falsche zu sagen.

Aufgrund ihres ausgeprägten Gerechtigkeitssinns ertragen sie es schwer, wenn in der Schule schwierige Situationen entstehen, wie zum Beispiel Streitereien, Mobbing oder Sanktionen. Bei täglichen Konflikten über längere Zeit ist Schulversagen vorprogrammiert, denn die zarte Seele kommt mit Konflikten nicht zurecht, kann sich von traumatischen Erlebnissen nur sehr schwer erholen. Auch wenn Hochsensible nicht direkt involviert sind, halten sie die emotionalen Spannungen, welche in einem solchen Moment innerhalb einer Gruppe entstehen können, sehr schlecht aus.

Kommen radikale Änderung der Lebensumstände hinzu, werden hochsensible Kinder gänzlich aus der Bahn geworfen. Beim Wechsel von der Grundschule auf eine weiterführende Schule, oder bei einem Umzug geht die notwenige Struktur verloren und die bisherigen Freunde sind als Halt nicht mehr verfügbar. Mit solchen starken Veränderungen kommt das Nervensystem von Hochsensiblen nicht zurecht, was häufig eine erhöhte Infektanfälligkeit, Schlafstörungen, Ängste, Bauchschmerzen, Sodbrennen, Depressionen etc. zur Folge hat.

Je älter die hochsensiblen Kinder werden, desto stärker wird ihnen ihre Andersartigkeit bewusst. Sie nehmen Dinge noch intensiver wahr und sind durch die tägliche Reizüberflutung noch schneller mit ihren Kräften am Ende. Viele kommen sich vor wie Außerirdische, die mit den Anforderungen der Gesellschaft nicht mithalten können. Zudem sind für viele Hochsensible die Themen, über die sich die „normalen Menschen“ unterhalten, einfach zu flach. So gehen viele Hochsensible nicht so gerne auf Partys. Sie bleiben stattdessen lieber in den einigermaßen sicheren vier Wänden, wo sie sich bevorzugt mit Lesen oder Computerspielen beschäftigen.

Eltern wissen sich oftmals nicht zu helfen und bitten in ihrer Verzweiflung Ärzte, Psychiater und Psychologen um Hilfe. Dies stellt sich für viele Hochsensible als lange Odyssee heraus, da häufig falsche Diagnosen gestellt werden. Mit verhaltenstherapeutischen Methoden und Druck versuchen viele Therapeuten die Kinder mehr oder weniger zu ihrem Glück zu zwingen. Dabei übersehen sie, dass sie mit Stress und Druck bei hochsensiblen Menschen meistens nichts erreichen können.

Gefragt sind vielmehr:

  • Aufklärung und umfassendes informieren über Hochsensibilität
  • Verständnis, Anerkennung und Wertschätzung
  • Beachten der besonderen Bedürfnisse der Hochsensiblen
  • Das eigene System verstehen lernen und das System der Eltern und Freunde
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  • Achtsamkeit für die eigenen Bedürfnisse trainieren
  • Steigerung des Selbstwertes
  • Entwickeln von Selbstbewusstsein
  • Bewältigung emotionaler Konflikte, Belastungen und Traumatas
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  • Definieren der jeweiligen Lebensaufgaben
  • Entwickeln von Visionen
  • Definieren von kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Zielen
  • Methoden an die Hand geben, damit sich die Hochsensiblen abgrenzen lernen
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  • Glaubenssätze überprüfen und ungünstige durch positive, gewinnbringende ersetzen
  • Gleichgewichtszustände entwickeln und Indikatoren für deren Einhaltung finden
  • Lernen egoistischer zu werden, nach dem eigenen „emotionalen“ Gewinn fragen
  • Entspannen lernen
  • Alternative Wege zum Druck, den Vorstellungen, Zielen und Mitteln der Leistungsgesellschaft finden
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