Burnoutfakten - Ganzheitliche Psychotherapie in Mannheim

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Wissenswertes über Burnout
Burnout (englisch burn out: „ausbrennen“) beschreibt den Zustand des Ausgebranntseins, besonders durch:

  • Missachtung eigener Grenzen

  • Vernachlässigung eigener Bedürfnisse

  • Erholungsfähigkeit nicht mehr gegeben


Der Akku ist leer und zwar auf allen Ebenen:

  • Emotionale Erschöpfung (Antriebslosigkeit, Enttäuschung über eigenen Zustand, Fatalismus)

  • Körperliche Erschöpfung (chronische Müdigkeit)

  • Kognitiver Leistungseinbruch (Konzentrations- und Erinnerungsvermögen, Denkleistungen)

  • Sozialer Rückzug


Synonyme für Burnout sind:
Burn-out,
Burnout-Syndrom, Stress-Depression, depressive Erschöpfung, seelischer Infarkt, chronisches Erschöpfungssyndrom, chronischer Überlastungszustand, schleichender Überlastungs-Überforderungs-Prozess etc.  

  • Für Deutschland sind in 2012 Häufigkeitsangaben aus den Routinedaten der Krankenkassen veröffentlicht worden.
    Laut den Angaben der Techniker Krankenkasse, fühlen sich acht von zehn Deutsche gestresst und schon jeder
    dritte Deutsche leidet unter Dauerstress. Den Betriebskrankenkassen oder der AOK ist zu entnehmen, dass die
    Ausfälle wegen Burnout von 1999 bis 2011 - innerhalb von 12 Jahren - um 80 Prozent zugenommen haben.
    Unter den 10 Millionen Versicherten leiden ca. 30 Prozent unter Burnout.
    Laut BKK Gesundheitsreport von 2014, ist eine Trendumkehr nach dem Gipfel in 2012 zu verzeichnen.




  • Die Infos in Wissenschaft, Forschung, Medien und Literatur sind unübersichtlich, verwirrend und zum Teil widersprüchlich.


  • Es fehlt eine normierte, einheitliche und verbindliche Definition.


  • Die Symptomatik ist vielschichtig, nicht eindeutig und individuell verschieden.


  • Als Einzelsymptome eines Burnouts wurden bereits mehr als 160 verschiedene Beschwerden publiziert (Burisch, 2010).


  • Es fehlen standardisierte Diagnosekriterien, da ungeklärt ist, ob es sich beim Burnout um ein eigenständiges Krankheitsbild handelt, oder um einen Prozess, der zur Entstehung von klinisch relevanten Krankheitsbildern führen kann, wie z.B. Angststörungen oder Depressionen.


  • Das Burnout-Syndrom ist kein eng definiertes Krankheitsbild. Es ist vielmehr das Resultat eines längeren Prozesses der zunehmenden emotionalen und körperlichen Erschöpfung. In der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandten Gesundheitsproblemen (engl.: International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, ICD-10) findet sich in den Kapiteln der Krankheitsbilder KEIN entsprechender Diagnoseschlüssel für das Burnout-Syndrom.


  • Im ICD-10 wird Burnout unter den „verwandten Gesundheitsproblemen“ im Kapitel XXI - Notation Z aufgeführt:
    Burnout beschreibt „Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens
    führen können“. Weiter heißt es unter der Subkategorie ICD-10 Z73.0 „Burnout ist gleichbedeutend mit dem Zustand der totalen
    Erschöpfung“ verbunden mit „Problemen mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“.


  • Die Krankheitsbilder chronisches Erschöpfungssyndrom, Depressive Episode und Angststörungen sind häufig die Prozessergebnisse des Burnouts.


  • Messinstrument: Das Maslach-Burnout-Inventar (MBI) umfasst 25 Items und dient der Erfassung des subjektiven Ausmaßes der Beschwerden, nicht der Diagnose eines Burnouts.


Phasen des Burnout-Syndroms
Herbert Freudenberger hat zwölf Phasen im Verlauf des Burnout-Syndroms identifiziert (Quelle: Wikipedia).
  1. Drang, sich selbst und anderen Personen etwas beweisen zu wollen
  2. extremes Leistungsstreben, um besonders hohe Erwartungen erfüllen zu können
  3. Überarbeitung mit Vernachlässigung persönlicher Bedürfnisse und sozialer Kontakte
  4. Überspielen oder Übergehen innerer Probleme und Konflikte
  5. Zweifel am eigenen Wertesystem sowie an ehemals wichtigen Dingen wie Hobbys und Freunden
  6. Verleugnung entstehender Probleme, Absinken der Toleranz und Geringschätzung anderer Personen
  7. Rückzug und dabei Meidung sozialer Kontakte bis auf ein Minimum
  8. offensichtliche Verhaltensänderungen, fortschreitendes Gefühl der Wertlosigkeit, zunehmende Ängstlichkeit
  9. Depersonalisierung durch Kontaktverlust zu sich selbst und zu anderen; das Leben verläuft zunehmend mechanistisch
  10. innere Leere und verzweifelte Versuche, diese Gefühle zu überspielen (z.B. durch Sexualität, Essen, Alkohol, Drogen)
  11. Depression mit Symptomen wie Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung und Perspektivlosigkeit
  12. erste Gedanken an einen Suizid als Ausweg; akute Gefahr eines mentalen und physischen Zusammenbruchs.


Burnout und Depression - Gemeinsamkeiten und Unterschiede:

  • In der Symptomatik sind Burnout und Depression nicht eindeutig abgrenzbar.
  • Burnout und Depression sind stressbezogene Zustände, gekoppelt an stressvolle Lebensphasen und verbunden mit einer
  • übermäßigen Aktivierung der Stress-Systeme.
  • Das Burnout-Syndrom ist kein eindeutiges Krankheitsbild, es beschreibt vielmehr Risikofaktoren und einen Prozess,
  • der in der Krankheit Depression münden kann.
  • Biologisch determinierte Depressionen (z. B. bipolare Depression) haben oft einen raschen Beginn von Tagen bis vier Wochen.
  • Stressassoziierte Depressionen haben dagegen eine „Vorlaufzeit“ von Monaten bis Jahren.
  • Depressionen sind eindeutige Krankheitsbilder, mit definierten Krankheitsursachen.


Folgende Kriterien müssen erfüllt sein, damit man von einer Depression sprechen kann:
  • Kernsymptome: Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Antriebslosigkeit.
  • Weitere Symptome: Konzentrationsstörung, vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle,
  • Perspektivlosigkeit, Suizidgedanken, Schlafstörungen, Appetitverlust.
  • Dauer: Mindestens 2 Wochen, fast jeden Tag.


Quellen:

Wikipedia

BKK Gesundheitsreport 2014


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