Affektive Stoerungen - Ganzheitliche Psychotherapie in Mannheim

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F34.- Anhaltende affektive Störungen

Hierbei handelt es sich um anhaltende und meist fluktuierende Stimmungsstörungen, bei denen die Mehrzahl der einzelnen Episoden nicht ausreichend schwer genug sind, um als hypomanische oder auch nur leichte depressive Episoden gelten zu können. Da sie jahrelang, manchmal den größeren Teil des Erwachsenenlebens, andauern, ziehen sie beträchtliches subjektives Leiden und Beeinträchtigungen nach sich. Gelegentlich können rezidivierende oder einzelne manische oder depressive Episoden eine anhaltende affektive Störung überlagern.
 

F34.0 Zyklothymia
(Affektive Persönlichkeit(sstörung), Zykloide Persönlichkeit, Zyklothyme Persönlichkeit)
Stimmungsinstabilität mit mehreren Perioden von Depression und Hypomanie, mit oder ohne normale Stimmung im Intervall über mindestens zwei Jahre. Während einer solchen Zwei-Jahres-Periode war keine depressive oder hypomanische Stimmungsschwankung so schwer oder so lang anhaltend, dass sie die Kriterien für eine manische, eine mittelgradige oder schwere depressive Episode erfüllte. Manische oder depressive Episoden können jedoch vor oder nach einer solchen Periode längeranhaltender Stimmungsinstabilität auftreten. 
 
Wenigstens während einiger depressiver Episoden sollten mindestens drei der folgenden Symptome vorhanden sein:
(1) verminderter Antrieb oder Aktivität, 
(2) Schlaflosigkeit,
(3) Verlust des Selbstvertrauens oder Gefühl von Unzulänglichkeit,
(4) Konzentrationsschwierigkeiten,
(5) sozialer Rückzug,
(6) Verlust des Interesses oder der Freude an Sexualität und anderen angenehmen Aktivitäten,
(7) verminderte Gesprächigkeit,
(8) Pessimismus im Hinblick auf die Zukunft oder Grübeln über die Vergangenheit.
 
Wenigstens während einiger Perioden mit gehobener Stimmung sollten drei der folgenden Symptome vorhanden sein:
(1) vermehrter Antrieb oder Aktivität, 
(2) herabgesetztes Schlafbedürfnis,
(3) überhöhtes Selbstgefühl,
(4) geschärftes oder ungewöhnlich kreatives Denken,
(5) mehr Geselligkeit als sonst,
(6) gesprächiger oder witziger als sonst,
(7) gesteigertes Interesse und Sich-Einlassen in sexuelle und andere angenehme Aktivitäten,
(8) überoptimistisch oder Übertreibung früherer Erfolge.
  
 
F34.1 Dysthymia 
(Anhaltende ängstliche Depression, depressive Neurose, depr. Persönlichkeit(sstörung), Neurotische Depression)
Hierbei handelt es sich um eine chronische, wenigstens mehrere Jahre andauernde depressive Verstimmung, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren, mittelgradigen oder leichten rezidivierenden depressiven Störung (F33.-) zu erfüllen.
 
Konstante oder konstant wiederkehrende Depression über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren.
Dazwischenliegende Perioden normaler Stimmung dauern selten länger als einige Wochen, hypomanische Episoden kommen nicht vor. Keine oder nur sehr wenige der einzelnen depressiven Episoden während eines solchen Zwei-Jahres-Zeitraumes sind so schwer oder dauern so lange an, dass sie die Kriterien für eine rezidivierende leichte depressive Störung erfüllen.
 
Wenigstens während einiger Perioden der Depression sollten mindestens drei der folgenden Symptome vorliegen:
(1)   verminderter Antrieb oder Aktivität, 
(2)   Schlaflosigkeit,
(3)   Verlust des Selbstvertrauens oder Gefühl von Unzulänglichkeit,
(4)   Konzentrationsschwierigkeiten,
(5)   Neigung zum Weinen,
(6)   Verlust des Interesses oder der Freude an Sexualität und anderen angenehmen Aktivitäten,
(7)   Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung,
(8)   erkennbares Unvermögen, mit den Routineanforderungen des täglichen Lebens fertig zu werden,
(9)   Pessimismus im Hinblick auf die Zukunft oder Grübeln über die Vergangenheit,
(10)  sozialer Rückzug,
(11)  verminderte Gesprächigkeit.

Quelle:
Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification (ICD-10-GM) 
 
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